Lkw oder See: wie Sie Waren von Europa nach Russland versenden
Von Europa nach Russland gibt es zwei Hauptstrecken: Straße über Polen und das Baltikum ab unseren Konsolidierungslagern in Vilnius und Warschau sowie See via Rotterdam nach Sankt Petersburg. Die Straße ist schneller und flexibler, die See bei Volumen günstiger.
Die kurze Antwort
Bis 5–7 Paletten und wenn die Ware früher gebraucht wird, ist die Straße die bessere Wahl: ab 850 € für 3 Paletten (Warschau → Moskau), 4–7 Tage ab Warschau, Abholung an jeder Adresse in der EU. Ab 5–10 m³ und bei schwerer Ware ist die See via Rotterdam günstiger: ab 200 € pro Packstück (ab 500 € pro Europalette); Sammelgut braucht ca. 2 Wochen, ein Container 6–7 Tage auf See.
Was die Wahl entscheidet
Die richtige Wahl hängt von der Dichte der Ware ab und davon, wie nah Ihr Standort am Hub liegt. In jedem Fall holen wir bei Ihnen ab, geben die EU-Ausfuhranmeldung (EX1) für Sie ab und senden Ihnen den Ausfuhrnachweis für die Umsatzsteuerbefreiung; die Verzollung in Russland erfolgt auf Seite Ihres Kunden.
Wir befördern nur Waren, die nicht den Sanktionen der EU, des Vereinigten Königreichs, der Schweiz oder der USA unterliegen, und prüfen Zolltarifnummern und Beteiligte vor Annahme einer Buchung.
Beide Varianten auf einen Blick
Straße (LTL/FTL) – 4–7 Tage ab Warschau
Sammelgut ab 850 € für 3 Paletten (Warschau → Moskau).
See (LCL/FCL) – Sammelgut ca. 2 Wochen, Container 6–7 Tage auf See
LCL ab 200 € pro Packstück (ab 500 € pro Europalette).
Vergleich nach den wichtigsten Kriterien
| Kriterium | Straße | See |
|---|---|---|
| Laufzeit nach Moskau | Polen 3–5, Deutschland 4–7, Italien 7–10 Tage + Konsolidierung | Sammelgut ab 2 Wochen via Rotterdam – Sankt Petersburg; Container 6–7 Tage auf See bis Sankt Petersburg (Anmeldung beim Hafen 3 Tage vor Abfahrt des Schiffs) |
| Kosten | Ab 850 € für 3 Paletten (Warschau → Moskau) – am günstigsten bis zu einigen Paletten | Ab 200 € pro Packstück (ab 500 € pro Europalette) – am günstigsten ab 5–10 m³ und bei schwerer Ware |
| Flexibilität der Route | Abholung an jeder EU-Adresse, wöchentliche Abfahrten | Gebunden an Schiffsfahrpläne und den Hafen |
| Mindestsendung | Ohne Gewichtslimit (ab 200 €) | Ab 50 kg |
| Risiken | Warteschlangen an Straßengrenzübergängen, Kontrollen | Warten auf eine Abfahrt, Umschlag im Hafen |
| Typische Ware | Eilige und mittlere Sendungen, Sammelgut-Einkäufe bei mehreren Lieferanten | Maschinen, Anlagen, Baustoffe, große regelmäßige Mengen |
Richtpreise „schlüsselfertig“; den Preis für Ihre Sendung bestätigen wir.
Wann die Straße die richtige Wahl ist
Die Straße ist der Standard für Sendungen bis 5–7 Paletten und eilige Lieferungen: wöchentliche Sammelgut-Abfahrten ab Vilnius und Warschau und Abholung ab der Tür des Lieferanten in jedem EU-Land.
Wann die See die richtige Wahl ist
Die See lohnt sich für schwere und voluminöse regelmäßige Lieferungen: Ein Komplettcontainer mit Anlagen via Rotterdam ist spürbar günstiger als ein Lkw, wenn Ihr Kunde bereit ist zu warten.
Tipp aus der Logistik
Oft entscheidet Ihr Standort: Aus Norddeutschland und den Benelux-Ländern beginnt die Seestrecke fast vor Ihrer Tür, während aus Tschechien oder Österreich jede Seevariante einen Straßenvorlauf zum Hafen enthält, der die Ersparnis aufzehrt.
Häufige Fragen
Wie lange dauert Sammelgut aus Europa per Lkw?
Laufzeit ab Konsolidierungslager: aus Polen 3–5 Tage, aus Deutschland 4–7, aus Italien 7–10. Dazu kommen die Zeit bis zur Zusammenstellung der Sammelladung (Lkw fahren nach Plan, meist wöchentlich) und die Verzollung – insgesamt sollten Sie 10–18 Tage von Tür zu Tür einplanen.
Wann ist die See aus Europa günstiger als die Straße?
Bei Volumen ab 5–10 m³ und schwerer Ware: Der LCL-Tarif liegt bei ab 200 € pro Packstück (ab 500 € pro Europalette) gegenüber der Straße ab 850 € für 3 Paletten (Warschau → Moskau). Bei Komplettcontainern mit Maschinen, Anlagen oder Baustoffen kann der Unterschied zum Lkw das Doppelte erreichen. Sammelgut via Rotterdam braucht ca. 2 Wochen, ein Container 6–7 Tage auf See; der Container muss 3 Tage vor Abfahrt des Schiffs beim Hafen angemeldet sein.
Lassen sich Waren mehrerer europäischer Lieferanten zusammenfassen?
Ja, das ist ein Standardablauf: Die Lieferanten liefern an unser Konsolidierungslager in Vilnius oder Warschau, die Waren werden zu einer Sendung mit einem Dokumentensatz zusammengefasst und gehen mit der wöchentlichen Abfahrt raus.
Welcher Verkehrsträger ist für Anlagen am besten?
Das hängt von Gewicht und Dringlichkeit ab: Eine einzelne Maschine bis 3–5 Tonnen geht meist per Lkw (schneller, ohne Umschlag), eine Produktionslinie oder regelmäßige Lieferungen schwerer Baugruppen per See im Container. Wir rechnen beide Varianten und zeigen Ihnen den Unterschied.
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