Kennzeichnung „Chestny Znak“: welche Waren und wie sie beim Import gekennzeichnet werden
Immer mehr Warenkategorien unterliegen in Russland der Kennzeichnungspflicht. Welche Waren betroffen sind, in welcher Phase die Codes angebracht werden und wie sich die Kennzeichnung beim Import organisieren lässt.
Was „Chestny Znak“ ist
„Chestny Znak“ („Ehrliches Zeichen“) ist Russlands nationales System der verpflichtenden Produktkennzeichnung. Jede Einheit erhält einen eindeutigen Data-Matrix-Code, mit dem sich das Produkt vom Hersteller bis zum Käufer verfolgen lässt und der Fälschungen bekämpft.
Die Liste der kennzeichnungspflichtigen Kategorien wächst ständig. Sie umfasst bereits Schuhe, bestimmte Bekleidungskategorien, Parfüm, Reifen, Fototechnik, Tabak, Milchprodukte, abgefülltes Wasser und mehrere weitere Gruppen. Vor dem Import sollte geprüft werden, ob Ihr Produkt betroffen ist.
Wann und wo die Codes angebracht werden
Importwaren müssen vor dem Grenzübertritt gekennzeichnet sein – die Codes werden im Ausland angebracht, im Werk oder in einem Konsolidierungslager. Die Alternative ist die Kennzeichnung in einem Zolllager vor der Überlassung in den freien Verkehr. Kennzeichnungspflichtige Waren ohne Kennzeichnung dürfen weder eingeführt noch verkauft werden.
Die Codes werden vorab im System „Chestny Znak“ bestellt und an den Ort übermittelt, an dem sie angebracht werden; danach werden die Daten zum Inverkehrbringen der Ware an das System gemeldet. Fehler in dieser Kette führen zu verzögerter Freigabe und Bußgeldern.
Wie die Kennzeichnung in eine Sendung passt
- 1Prüfung
Wir prüfen, ob das Produkt kennzeichnungspflichtig ist. - 2Codes bestellen
Der Importeur bestellt die Data-Matrix-Codes vorab im System. - 3Codes anbringen
Die Codes werden im Werk oder im Konsolidierungslager vor dem Versand nach Russland angebracht. - 4Inverkehrbringen
Die Warendaten werden an das System gemeldet, und die Ware wird freigegeben.
Wie die Kennzeichnung organisiert wird
Am bequemsten ist es, die Ware im Konsolidierungslager vor dem Versand nach Russland zu kennzeichnen – das vermeidet Standzeiten beim Zoll. Dafür braucht es einen Partner, der die Codes empfängt, ihr Anbringen organisiert und die Dokumente korrekt abwickelt.
Wir helfen, die Kennzeichnung in Lieferung und Zollabfertigung einzubinden: Wir prüfen, ob das Produkt betroffen ist, organisieren das Anbringen der Codes im Lager und begleiten das Inverkehrbringen. Das senkt das Risiko von Bußgeldern und Verzögerungen. Für Sie als Lieferanten heißt das: Ihr russischer Kunde bittet Sie womöglich um die Kennzeichnung in Ihrem Werk – oder wir übernehmen sie in unserem Lager, sodass Ihr Produktionsablauf unverändert bleibt.
Fragen und Antworten
Muss die Ware vor dem Grenzübertritt gekennzeichnet sein?
In der Regel ja – im Werk oder in einem Konsolidierungslager im Ausland. Die Alternative ist ein Zolllager vor der Freigabe.
Welche Kategorien sind betroffen?
Unter anderem Schuhe, bestimmte Bekleidung, Parfüm, Reifen, Fototechnik, Tabak, Milchprodukte und abgefülltes Wasser. Die Liste wächst ständig.
Lässt sich die Kennzeichnung ohne Beteiligung des Werks erledigen?
Ja, die Codes können im Konsolidierungslager vor dem Versand nach Russland angebracht werden.
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